Zukunft(s)-fähig Gestalten Lernen

GenE steht für "Gestaltungskompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung". Es ist das älteste Kernprojekt von BenE München und ein Leitprojekt der Leitlinie Bildung der Landeshauptstadt München. Im Projekt werden TrainerInnen, pädagogische Fachleute und BildungsmanagerInnen zu MultiplikatorInnen für GenE qualifiziert.

Vernetztes Denken – Bestandteil der Gestaltungskompetenzen

De Haan & Harenberg bezeichnen Gestaltungskompetenz als die Summe von „vorausschauendem Denken“, „interdisziplinärem Herangehen“, „vernetztem Denken“, „der Fähigkeit zu Partizipation, Engagement und Solidarität“, „der Kompetenz für transkulturelle Verständigung und Kooperation“, „der Fähigkeit, sich und andere motivieren zu können“ und „der Kompetenz zur distanzierten Reflexion über individuelle wie kulturelle Leitbilder“.

GenE konzentriert sich zunächst darauf, Systemdenken für nachhaltige Entwicklung zu schulen, insbesondere das Verstehen komplexer Zusammenhänge (System-Dynamik). GenE macht mit Systemdenken und aktionsorientiertem Lernen das abstrakte Leitbild der nachhaltigen Entwicklung erfahrbar. GenE sucht dazu zu befähigen, die für eine nachhaltige Entwicklung wesentlichen Zusammenhänge von Gesellschaft und Natur zu verstehen, treibende Kräfte und Veränderungsdynamiken in Systemen zu erkennen, um zielgerichtet Einfluss nehmen zu können.

Neben anderen Materialien arbeitet GenE insbesondere mit Lernmodulen, die vom Laboratory for Interactive Learning von Prof. Dennis L. Meadows, Autor von „Die Grenzen des Wachstums“ und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Projekt Rio +10 entwickelt wurden. Kernstücke des Impulsseminars wie auch der Workshops sind eindrucksvolle Experimente und Spiele wie z.B. Fish Banks Ltd. und STRATEGEM.

Darüber hinaus kommen auch Ansätze von Frederic Vester zum vernetzten Denken zur Anwendung, z.B. sein Sensitivitätsmodell oder Simulationsspiele wie "Sinfonie" und "Ecopolicy“. GenE unterstützt Schüler und Lehrkräfte bei der Teilnahme am bundesweiten Schülerwettbewerb „Ecopolicyade“. Im Rahmen des Münchner Klimaherbstes spielen die Gewinner des Schülerwettbewerbs gegen Münchner Stadträte. Das Simulationsspiel über die Lenkung von Gemeinwesen fördert so in München und Südbayern das spielerische Verstehen von Zusammenhängen in komplexen Systemen.

Erprobt wurden diese Methoden und Konzepte des systemischen und vernetzen Denkens bereits in verschiedenen Fortbildungsseminaren bei der Ausbildung von MultiplikatorInnen aus Bildung, Politik, Wirtschaft, zivilgesellschaftlichen Einrichtungen sowie in Studiengängen von TUM und Hochschule München. Ergänzend dazu verantwortet das Pädagogische Institut der Landeshauptstadt München die Vermittlung von Gestaltungskompetenzen im Schulbereich.

Ziele: 2020 ist Systemisches Denken als Kulturtechnik etabliert

Moderatoren/-innen werden mit der Eigendynamik und dem Zusammenwirken komplexer Systeme vertraut gemacht sowie in den Methoden und Instrumenten systemischen Denkens ausgebildet. Sie sind  in der Lage, diese Kompetenzen an Bildungseinrichtungen und andere interessierte Organisationen weiterzugeben.

Die Ausbildung in SystemDenken ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen, insbesondere in Bildungseinrichtungen, als eine Kulturtechnik – wie Lesen, Rechnen oder Schreiben – etabliert . Die Fähigkeit der Teilnehmer zu einer verantwortungsvollen und kooperativen Gestaltung ihrer Welt wächst und kommt im Handeln zum Ausdruck.

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