AGs System (Er)Leben

Systemische Erkundung - "Gruppenskulptur" als Wahrnehmungsinstrument für Nachhaltigkeitsdesign (Leiter: Vittoria Piattelli und Gerolf Bender)

Die Gruppe arbeitet mit Methoden der systemischen Aufstellung und geht doch in mehrfacher Hinsicht darüber hinaus.

  • Sie verlässt das Newtonsche, mechanistische Paradigma, dem die herkömmliche Aufstellungsarbeit defacto noch weitgehend verhaftet ist, und trägt der Eigendynamik und Offenheit in komplexen, lebendigen, evolvierenden Systemen Rechnung. - Deshalb „Erkundung“.
  • Sie erweitert den Lern- und Erfahrungsraum über die klassischen Anwendungsbereiche hinaus - Veränderung in Familien und Organisationen - und macht Orte wie Stadtviertel von München oder landschaftliche Räume in ihrer (Eigen-) Dynamik, Vernetzung und ihren Potentialen zugänglich.
  • Indem die Natur oder Aspekte davon als ein konstitutives Element in jeder Erkundung einbezogen werden, werden sie vom Objekt zum Mitgestalter.

Wie in Aufstellungsarbeit üblich, ist der Fragesteller immer Teil des Systems und damit rückbezüglich einbezogen, statt in vermeintlicher Newtonscher Objektivität außerhalb zu stehen.
Die direkte vieldimensionale Erfahrung eröffnet einen völlig neuen lebendigen Zugang zu dem, was Nachhaltigkeit ausmacht - ganz individuell im jeweiligen System. Das befreit den Begriff von Nachhaltigkeit aus seiner Erstarrung und seinem Kontextverlust im mechanistischen Denken - denn das Mechanistische durchdringt unsere Sprache und unser Denken allgegenwärtig, weit mehr als uns bewusst ist. Eine Kultur der Nachhaltigkeit kann so wertvolle Impulse erhalten, die über rein rationale Herangehensweisen hinausführen.

Die lebendige, vielschichtige Erfahrung erschließt eine neue Qualität von kontextangepassten „Lösungen“ und Handlungsideen, die mit der Eigendynamik fließen, entsprechend Frederic Vesters JuiJitsu-Regel. Lernen geschieht durch Beobachtung und Selbsterfahrung. Die Teilnehmenden können durch die schrittweise tiefergehende Auseinandersetzung entsprechend dem eigenen Tempo die Möglichkeiten dieses Instruments erfahren und erste Schritte aus dem mechanistischen Denkkorset in das Paradigma der Complexity Science wagen.

Aktuelle Termine finden Sie jeweils in unserer News-Spalte. Bei Interesse können Sie sich hier anmelden.

Insbesondere folgende Gestaltungskompetenzen werden durch Systemische Erkundung vermittelt:

  • Ganzheit wahrnehmen
  • Sich in unterschiedliche Systemteilnehmer/ -elemente hineinfühlen
  • Verborgene, übersehene Einflüsse erkennen und einbeziehen
  • Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen können
  • Zielkonflikte bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigen können
  • Empathie für andere zeigen können
  • Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können
  • An kollektiven (Entscheidungs-)Prozessen teilhaben können
  • Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln

Empathischer Dialog

Der Empathische Dialog (Bohm) sucht nach neuen Kommunikationsformen, welche die menschlichen Fähigkeiten in größerem Umfang erschließt. Er fußt hierbei stärker auf der Dialogebene als auf der rationalen Debatte westlicher Kulturen. Methoden aus der Innovations- und Kreativitätswissenschaft und die U-Theorie von Otto Scharmer stellen wichtige Elemente dar.

Im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen hier die zurückhaltende Begleitung, die Möglichkeiten für die Entwicklung von intuitiven Gruppenprozessen schafft und schließlich Neues/Innovatives als Produkt gemeinschaftlichen Wollens entstehen lässt.

Im Moment bestehen zwei Gruppen:

  • U-Lab (Leiter: Wolfgang Huber im Zukunftssalon)

Aktuelle Termine finden Sie jeweils in unserer News-Spalte.Bei Interesse können Sie sich hier anmelden.

  • Dialog Experimentiergruppe (Leiter: Julian Geuder in BenE-Geschäftsstelle)

Aktuelle Termine finden Sie jeweils in unserer News-Spalte. Bei Interesse können Sie sich hier anmelden.

Insbesondere folgende Gestaltungskompetenzen werden durch Empathischen Dialog vermittelt:

  • Empathie für andere zeigen können
  • Vorstellungen von Gerechtigkeit als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage nutzen können
  • Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können
  • An kollektiven (Entscheidungs-)Prozessen teilhaben können
  • Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln