BenE-München ist eng mit vergleichbaren Initiativen der Vereinten Nationen (UN) verbunden. Seine Wurzeln hat das Bündnis im Agenda 21-Prozess. Das kommunale Projekt war Teil der 1992 von der UN ausgerufenen globalen Agenda 21-Strategie. Mit dem 2002 gefassten Beschluss des UN-Weltgipfels in Johannesburg wurde das Thema Bildung schließlich explizit als „Schlüsselkatalysator auf dem Weg zur Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung" anerkannt.
Um die Bildungsarbeit global zu stärken und konkrete Projekte zu fördern, hat die UN-Vollversammlung 2005 die Weltdekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Bis ins Jahr 2014 sollen auf lokaler und internationaler Ebene Strukturen für zukunftsfähige Lernprozesse geschaffen werden: als Antriebskraft für den notwendigen gesellschaftlichen Wandel.
BenE als Teil eines weltweiten RCE-Netzwerks
BenE München ist eines von inzwischen weltweit 85 „Regional Centres of Expertise“ (RCEs). Jede dieser lokalen Kompetenzgruppen ist damit offizieller Teil eines globalen Netzwerkes der Vereinten Nationen.
Aufgaben und Funktionen von RCEs wurden durch die Vereinten Nationen definiert:
1. Zusammenarbeit
RCEs arbeiten interdisziplinär und fördern die Zusammenarbeit von Hochschulen, Schulen und auch informeller Akteure.
2. Visionen
Jedes regionale Netzwerk definiert konkrete Ziele und Visionen mit Blick auf die regionalen Problemstellungen und Herausforderungen in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.
3. Steuerung
Jedes RCE bündelt die Aktivitäten der Akteure und ist für einen angemessenen Einsatz der finanziellen Mittel zuständig.
4. Regionale Verankerung
Die RCEs sichern einen Entwicklungsprozess und Ausbau der Aktivitäten für nachhaltige Bildung in ihrer Region.
5. Aktivitäten
In der Planung und Konzeption neuer Projekte sichern die RCEs die Kooperation der unterschiedlichen Akteure des Netzwerks. Die integrativen Prozesse helfen, das bisherige Bildungssystem weiterzuentwickeln und zum Nutzen der jeweiligen Region für zukunftsfähige Lebensverhältnisse weiterzuentwickeln.
In einem Akkreditierungsprozess müssen alle Bewerber gegenüber der UN ihre Konzepte offenlegen und genau erläutern, wie sie Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrem lokalen Umfeld fördern. Die United Nations University (UNU) prüft bei der Akkreditierung unter anderem, welche Akteure einbezogen sind, Vision und Strategie, Governance-Strukturen und die geplanten Aktivitäten.
Das Institute of Advanced Studies der United Nations University (UNU-IAS) mit Sitz im japanischen Yokohama koordiniert die Aktivitäten der Netzwerke und evaluiert die Arbeit der RCEs alle zwei Jahre. Damit ist die renommierte Weltuniversität ein wichtiger Garant für die Qualität der RCE-Initiative.