Transition Town, Urban Gardening & Co.

Zur Kultur moderner Großstädte gehört ein diffus ökologisch-soziales Engagement. Kernelemente in den vielfältigen Themen und Erscheinungsformen sind die Freisetzung von Synergien, die Stärkung regionaler Kreisläufe, Selbsthilfe und die aktive Auseinandersetzung mit dem nahen Umfeld.

Aspekte dieser kulturellen Umorientierung können sein:

Rückverlagerung der Naherholung in die Stadt (z.B. Isar-Renaturierung), Selbstversorgung in Kraut- und Schrebergärten, neue Wohnformen (z.B. Genossenschaften), alternative Währungen, Energie- und Mobilitätskulturen, Selbsthilfegruppen, Tauschringe etc.

Im Kontext von BenE München ist das Netzwerk "Kleine Nachhaltigkeitsinitiativen" ein Ort, der Raum für die entsprechenden Gruppen und Initiativen bietet.

Das Anliegen von BenE München ist es, im Jahr der nachhaltigen Ernährung, dieses Engagement zu stärken und das Bewusstsein für die vielen schon bestehenden Veränderungen zu schärfen. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn es gelingt Denkmuster und tieferliegende oftmals nicht bewusste Annahmen und Bewertungen zu verändern. Es ist nämlich wahr:

  • Wer nur sich selbst ändert, ohne politische Forderungen zu stellen, ist ein Träumer.
  • Wer nur politische Forderungen stellt, ohne sich selbst zu ändern, ist ein Heuchler!

Dan Jakubowicz

Wann bin ich Träumer? Wo bin ich Heuchler? Wann ist Münchens Overshoot-Day?

Wir bieten neben der Möglichkeit sich gegenseitig besser kennenzulernen im Rahmen von GenE (Gestaltungskompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung) Trainings zu systemischen Veränderungen. Mehr erfahren Sie hier.

Transition Town

Transition Town ist eine aus England kommende Bewegung für Nachhaltigkeit in Kommunen. In München gibt es unzählige Gruppen, die dieser Bewegung zugerechnet werden können, einige von ihnen stellen sich bewusst in diesen Zusammenhang.

Die rasante Entwicklung der Metropole München lässt Fragen offen, die im Rahmen der Transition Town Bewegung manchmal radikale, meist aber lebenspraktische Antworten und lebensbejahende Ausdrucksformen finden.

Viele Transition Town Initiativen wenden weltweit die Prinzipien von Permakultur, einem systemischen Planungsansatz der aus dem Gartenbau stammt, auf die Gestaltung ihrer städtischen Gesellschaft an und schaffen so authentische Kulturen und Strukturen der Nachhaltigkeit.

Permakultur ist seit 2006 Bestandteil der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Diese nachhaltige städtische Transition-Gesellschaft soll dann auch resilient sein. Resilienz ist ein Fachbegriff aus der Sozialwissenschaft und kann mit Widerstandskraft übersetzt werden. Im Kontext der Nachhaltigkeit wird er meist für flexible Anpassungsfähigkeit verwendet. Es sollen Fähigkeiten aufgebaut werden, die es ermöglichen, der doppelten Herausforderung durch Peak Oil und Klimawandel angemessen zu begegnen.

Transition ist vernetztes Denken, Planen, Motivieren und Handeln, das fähig ist, unterschiedliche Perspektiven zu integrieren und Raum zu schaffen für Erfahrungen in Selbstwirksamkeit und Verbundenheit, mit Genuss und auch Gaudi.

Weitere Informationen finden sie hier

Einen Einführungsvortrag mit dem Film „In Transition“ können sie hier buchen. 

Urban Gardening

Das Anbauen von Gemüse und Obst geht auch in der Stadt. Nachbarschaft wird gepflegt und Verbindungen aufgebaut. Die Grenzen zum Guerilla Gardening und zur Straßenkunst sind fließend. In München gehen viele Initiativen in diesem Bereich auf den Green-City e.V. zurück.

Direkt zu Green-City


Kontakt für Transition Town und Urban Gardening:

Reiner Schmidt Email

Annette Rinn Netzwerk Kleine Nachhaltigkeitsinitiativen