AG – Sustain2030:
Nachhaltige Kommunalentwicklungen durch SDG-Modellierungen

Die 17 gleichrangigen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) wurden 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Die SDGs sind in rund 170 Unterziele unterteilt, deren Zielerreichungsgrad anhand vereinbarter Indikatoren festgestellt und überprüft werden kann. Bei Entscheidungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung nicht nur die einzelnen Ziele, sondern auch deren Wechselwirkungen zu berücksichtigen.

Das Zielsystem der SDGs eignet sich, um mit der Komplexität von Nachhaltigkeit umzugehen. Mit der Methode Sustain2030 unterstützt die AG Initiativen, nachhaltige Entscheidungen im Sinne der SDGs zu treffen und auftretende Fragestellungen co-kreativ zu lösen. Der gesamte Entscheidungsprozess erfolgt softwaregestützt. Bewährt hat sich die Methode sowohl in internationalen Politikberatungsprozessen als auch bei ersten Projekten in der Ausarbeitung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien. Ziel ist es mit Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgern gemeinsam Wirkungs- und Handlungsmodelle zu gestalten und umzusetzen, um nachhaltige Entwicklung für alle sicherzustellen.

Der Fokus dieser Arbeitsgruppe liegt auf der regionalen und lokalen Ebene, ohne die die SDGs nicht erreicht werden können. Ein erster Ansatzpunkt, um Wirkungs- und Handlungsmodelle für nachhaltige Kommunalentwicklungen zu strukturieren, bieten die Ergebnisse des Projekts „SDG-Indikatoren für Kommunen“. Sie bilden die Basis für die Entwicklung von SDG-Modellen für alle 6 kreisfreien Städte und 27 Landkreise der Metropol-Region München. Die für die jeweilige Kommune entwickelten SDG-Modelle werden veröffentlicht, sind transparent für alle und bilden den Kern-, Ausgangs- und Kristallisationspunkt für Kommunikation, Partizipation, Bildung, Steuerung und Monitoring.

Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum

  • Welche Neben-, Fern- und Rückwirkungen sind beim SDG Zielsystem und der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) zu berücksichtigen und wie lassen sich diese am Beispiel des Planspiels „Sustain2030 – SDG simulation game Deutschland“ erfahrbar gestalten?

  • Wie können Nachhaltigkeitsstrategien zur Erreichung der SDGs auf kommunaler Ebene kooperativ entwickelt, kommuniziert und überprüfbar gestaltet werden?

  • Wie kann eine zielorientierte Priorisierung von Maßnahmen und Projekten bei begrenzten Budgets erfolgen?

  • Inwieweit eignen sich SDG-Modellierungen, um Mitgestalten und Mitentscheiden zu ermöglichen und wie kann eine Integration in Bildungsmaßnahmen erfolgen?

  • Welche Anforderungen sind an ein SDG-Gütesiegel für Kommunen zu stellen?

  • Inwieweit lassen sich die in der AG gewonnenen Erfahrungen auf andere RCEs transferieren?

Die Arbeitsgruppe wird geleitet von:

– Dieter Ballin, Geschäftsführer der KHS Know How Systems Ges. f. Berufsforschung u. Multimedia-Entwicklung mbH, München, und Senior Consultant Systems Thinking im iCONDU-Team – E-Mail: Dieter.Ballin@icondu.de

– Sarah Lechner, iCondu GmbH, Ingolstadt/München, Senior Consultant Zukunftsfähigkeit/Nachhaltigkeit im iCONDU-Team – E-Mail: Sarah.Lechner@icondu.de

Ein Eröffnungs-Meeting ist für Ende September geplant. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Weitere Informationen über den BenE-Ticker.