BenE München e.V. Ticker

Ausgabe 23, KW 49, 30. November 2020

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

der „re“-Ansatz der Zero-Waste-Bewegung lautet: re:fuse, re:use, re:cycle. Übersetzt bedeutet das: vermeiden, wiederverwenden, wiederverwerten. Die drei Schlagworte gelten insbesonders bei der immer noch viel zu häufigen Verwendung von Plastik. Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) hat deshalb eine sehr informative wie interessante Broschüre veröffentlicht. Der Titel: „re: Wissenswertes über Plastik und Plastikvermeidung“
Die Broschüre beleuchtet die Themen Plastik und Plastikvermeidung aus verschiedenen Perspektiven. Wie viel Plastik wird produziert und weggeworfen? Warum kann nicht alles recycelt werden? Was kann jeder Einzelne machen?
Das knapp 40-seitige Heft kann hier als E-Paper gelesen oder als Printversion bestellt werden.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr BenE-München-Team

Anti-Stau-Gebühr in München – Soziale Ausgestaltung und Auswirkungen auf den Stadtverkehr

VORTRAG (via zoom) | Dienstag, 1. Dezember | 19 Uhr | Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) in Kooperation mit Green City e.V.und Die Umwelt-Akademie e.V.

Der Hintergrund ist recht einfach: Viele Pendler und Pendlerinnen erleben täglich, dass München zu einer der staureichsten Städten Europas geworden ist. Umso heißer wird inzwischen eine Diskussion um mögliche finanzielle Maut-oder Abgabensysteme im Stadtbereich geführt. Sie ist zu einem politischen Streitthema in der Öffentlich geworden. Doch dieser Zank wird häufig von Emotionalität geleitet.
Prof. Dr. Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, wird deshalb mehr Klarheit in die Debatte bringen. Er stellt die neuen Forschungsergebnisse zu einer möglichen Anti-Stau-Abgabe in München vor. Dabei werden sowohl die Ausgestaltung der Abgabe und ihre soziale Verträglichkeit diskutiert, als auch die möglichen Auswirkungen auf den Innenstadtverkehr sowie Handel und Tourismus vorgestellt.
Zur Anmeldung geht es hier.

Gespaltenes Deutschland

VERANSTALTUNGSREIHE | noch bis Mittwoch, 2. Dezember | Sankt Michaelsbund, online via zoom | Kompetenzzentrum für Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern

Das Kompetenzzentrum versteht sich als Bindeglied katholischer Institutionen und Strukturen in Bayern. Es tritt rechtsextremen, rassistischen und menschenverachtenden Tendenzen durch Bildungs- und Vernetzungsarbeit entschieden entgegen und stärkt Menschen und Einrichtungen in dieser Auseinandersetzung. In dieser Funktion bietet es unter anderem ein Argumentations- und Antidiskriminierungstraining für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an. Die Teilnehmenden erfahren unter anderem eine fundierte Auseinandersetzung mit den Begriffen rund um die Phänomene Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung. Zu erörtern ist unter anderem, ob mit angeblichen Rechtspopulisten überhaupt ein Diskurs geführt werden soll oder ob sie einer rationellen Ebene ohnehin nicht zugänglich sind. Zu allen Terminen und Anmeldung geht es hier.

13. Deutscher Nachhaltigkeitstag

Bild: DNP

PREISVERLEIHUNG | Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Dezember | jeweils 19.30 Uhr | via dnp.tv | Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.

„Mit Transformation aus der Krise“: So lautet das beherrschende Thema des 13. Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Auf diesem diskutieren an zwei aufeinanderfolgenden Tagen rund 100 Referentinnen und Referenten. Zu verfolgen ist der sehr namhaft besetzte Kongress auf dnp.tv. Allerdings: Die Teilnahme online kostet. Hingegen kostenfrei zu sehen, sind die jeweiligen Höhepunkte der beiden Kongresstage: die Verleihung des Designpreises (3. Dezember) und die Verleihung des 13. Deutschen Nachhaltigkeitspreises (4. Dezember). Die Übertragungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Livestream.

5. Deutscher EngagementTag

FACHKONFERENZ (online) | Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Dezember | Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

„Grenzenlos engagiert – Zivilgesellschaftliches Engagement in Zeiten von Umbrüchen und Aufbrüchen“: Unter diesem Motto steht der 5. Deutsche EngagementTag. Die zweitägige Fachkonferenz findet pandemiebedingt erstmals digital statt. Corona & Co. sind sodenn Aufhänger weitreichender Fragen. Gleichzeitig zeigen die Auswirkungen der Corona-Krise aber auch, wie wichtig die große Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für eine lebendige und demokratische Gesellschaft ist. Namhafte Referentinnen und Referenten sprechen unter anderem auch darüber, wie es um die Zivilgesellschaft nach 30 Jahren Deutscher Einheit steht. Zur Anmeldung geht es hier.

Heizungserneuerung: Wie packt man’s richtig an?

VORTRAG (online) | Dienstag, 8. Dezember | 18 Uhr | Verbraucherzentrale Bayern

Vor einem Heizungstausch sind viele Fragen zu klären. Vor allem sollte eine Entscheidung zugunsten Erneuerbarer Energien getroffen werden. Was ist zu beachten, welche Alternativen zur Ölheizung kommen in Frage, wie viel Energie lässt sich sparen und wo gibt’s Fördermittel? Bei der Suche nach der passenden Heiztechnik für Ihr Haus bieten sich vielfältige Lösungen, immer mehr auch in Kombination mit Solarenergie. Auch andere innovative Lösungen sind inzwischen ausgereift und erfreuen sich zudem hoher Zuschüsse durch Förderprogramme des Bundes. An diesem Abend bekommen Sie eine echte Entscheidungshilfe und objektive Beratung. Die Teilnahme an dem Webinar ist kostenfrei.Zur Anmeldung geht es hier.

Mut steht uns gut – nachhaltig, menschlich, fair

TALK (online via zoom) | Mittwoch, 9. Dezember | 17.30 Uhr | Fair Fashion Forum München, BürgerStiftung München, Vaude Academy für nachhaltiges Wirtschaften in Kooperation mit Die Umwelt-Akademie e.V., Greenstyle Munich, C2C e.V.München, Future München

Die Unternehmerin Antje von Dewitz leitet seit 2009 sehr erfolgreich den Bergsportausstatter Vaude. In ihrer Funktion gestaltet sie das Familienunternehmen nachhaltig um und setzt dabei Standards für eine ganze Branche. Wie das gelingen kann, veröffentlichte von Dewitz unlängst in ihrem Buch „Mut steht uns gut“. Darin greift sie unter anderem auf, dass es durchaus gelingen kann, dass ein Unternehmen Werte wie Nachhaltigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Vertrauen zur praktischen Firmenphilosophie erhebt und dennoch erfolgreich ist. Fragen an Antje von Dewitz sind erbeten.
Anmeldung bis spätestens Dienstag, 8. Dezember, per Email an monicalieschke53@gmail.com

Vom Norden lernen? Menschenrechte auch für Frauen in der Prostitution

VORTRAG und DISKUSSION (online) | Donnerstag, 10. Dezember | 19 Uhr | Terre des Femmes in Kooperation mit dem Nord Süd Forum

Gilt die „Sexarbeit“ etwa als emanzipatorischer Akt? Oder ist sie doch ein brutaler Ausdruck von Ausbeutung? Die Diskussion zum „Tag der Menschenwürde“ unter der Moderation von Silvia Reckermann und Elly Arrow soll unter anderem darüber aufklären, wie es um die Menschenwürde gerade im Umgang mit ausländischen (Zwangs-)Prostituierten vor allem aus Osteuropa steht. Als womögliche Alternative erscheint das Nordische Modell für Frauen in der Prostitution. Diese verbietet unter anderem den Sexkauf und bestraft Freier. Die Prostituierten hingegen bleiben straffrei, für sie werden Aussteigerprogramme finanziert.

„BNE 2030-Roadmap“

VERÖFFENTLICHUNG | Deutsche UNESCO-Kommission

Mit der „BNE 2030-Roadmap“ informiert die UNESCO über die Ziele des neuen Programms und liefert Vorschläge für die Umsetzung. Der Text liegt nunmehr in englischer Sprache vor, an einer deutschen Übersetzung wird gearbeitet. Die offizielle Veröffentlichung erfolgt am Dienstag, 1. Dezember, 15 bis 16 Uhr, als Videokonferenz. Teilnehmende können hier mehr über zentrale Aktivitäten zur Umsetzung sowie Herausforderungen und Chancen von BNE 2030 in der Region Europa/Nordamerika erfahren. Unter anderem werden Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an der Diskussion teilnehmen und Deutschlands Engagement zur Umsetzung von BNE 2030 erläutern. Zum Download geht es hier.

Das BildungsLokal in Ramersdorf hat eröffnet

INFORMATION | Neues BildungsLokal in der Balanstraße 79 | Landeshauptstadt München

Nunmehr hat auch das siebte Münchner BildungsLokal seinen Betrieb aufgenommen. Die Einrichtung befindet sich in der Balanstraße 79 im Stadtteil Ramersdorf. Ziel der Arbeit des BildungsLokals ist, herkunftsbedingte Bildungsbenachteiligungen abzubauen und die gesellschaftlichen Integrationschancen zu erhöhen. Die Lern- und Ausbildungschancen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sollen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft verbessert werden, um so zu mehr Bildungsgerechtigkeit beizutragen. Für die Bürgerinnen und Bürger bieten die BildungsLokale beispielsweise Lern- und Nachhilfe, Informationen über das Schul- und Bildungssystem, offene Lernwerkstätten, Angebote der gesundheitlichen, kulturellen oder politischen Bildung oder Bewerbungscoachings.

Ausgezeichnete Solidaritätsarbeit

INFORMATION | Arbeitskreis München – Asháninka

Der Arbeitskreis München – Asháninka wurde im Wettbewerb um den Bayerischen Eine Welt-Preis 2020 mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro setzt der Arbeitskreis – in enger Absprache mit den Kooperationspartnern im zentralen peruanischen Regenwald – gezielt für die Landsicherung ein. Die indigenen Gemeinschaften müssen dafür einen mühseligen bürokratischen Prozess durchlaufen und ihre tradierten Gemeindeterritorien als Gemeinschaftsland amtlich eintragen lassen. Ämter gibt es nur in den Städten. Ohne amtlichen Nachweis ist das Land verkäuflich und damit auch der Wald verloren. Zu viel internationale Agrarindustrie und zu viele einheimische Geschäftemacher greifen danach. Aus allem lässt sich Geld machen. Auch im amazonischen Regenwald. Die Asháninka versuchen, sich gegen Holzfällertrupps, Goldgräber, Neusiedler, Monokulturpflanzer und die Drogenmafia zu verteidigen. Das Preisgeld ist ein sehr willkommener Beitrag dazu!

Regenwald-Fotokalender 2021

Bild: Dr. Driller

TOLLES GESCHENK | Arbeitskreis München – Asháninka, Nord Süd Forum München e.V. in Kooperation mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt, Fachstelle Eine Welt

Ab sofort ist der beliebte Regenwald-Fotokalender für 2021 erhältlich. Er zeigt das Leben des indigenen Volkes der Asháninka im peruanischen Regenwald, mit dem München eine langjährige Klimapartnerschaft pflegt. Außerdem illustriert er anschaulich mit farbenprächtigen Fotos das Leben im amazonischen Regenwald: einen Kolibri auf einer bunten Blüte, eine durchsichtige Raupe, bunt-gefleckte Käfer und weitere Natureindrücke. Das alles ist aber nur ein winziger Ausschnitt der unglaublichen Biodiversität im amazonischen Regenwald.
Der Wandkalender im A3-Querformat kostet zwölf Euro (zuzüglich Versandkosten). Mit dem Reinerlös aus dem Kalenderverkauf 2021 werden Projekte von Münchens indigenen Partnern in Peru unterstützt wie die Sicherung von Landrechten für indigene Dorfgemeinschaften. Das Geld fließt auch in die dringend notwendige Unterstützung wegen der Corona- Pandemie.
Bestellt werden kann der Kalender unter Angabe des Namens und der vollständigen Anschrift per E-Mail an akma@nordsuedforum.de (Lieferung gegen Rechnung; zuzüglich Portokosten). Nach telefonischer Ankündigung kann er auch gegen Barzahlung beim Nord Süd Forum München e.V., im EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, abgeholt werden.

Der aktualisierte CO2-Rechner des Umweltbundesamtes ist online

INFORMATION | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Das Umweltbundesamt hat seinen bewährten CO2-Rechner aktualisiert. Weiterentwickelt wurde der Rechner durch das Projektteam von KlimAktiv und dem Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu). Das Online-Tool ermittelt die persönliche CO2-Bilanz der Nutzerinnen und Nutzer. In der neuen Version können jetzt auch Kreuzfahrten und Haustiere mitbilanziert werden. Auch für die kommunale Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftliche Projekte bietet das Update neue Möglichkeiten, beispielsweise die (freiwillige) Abfrage von Postleitzahlen und weiterer soziodemographischer Daten, welche über KlimAktiv angefragt werden können.

Jugend entscheidet

AKTION | Hertie-StiftungBei dem innovativen wie kreativen Programm werden Kommunen dabei begleitet, gemeinsam mit Jugendlichen eine Entscheidung zu einem lokalpolitischen Thema zu treffen. Erfahrene Prozessbegleitungen stehen dabei der kommunalen Spitze zur Verfügung, während die teilnehmenden Jugendlichen unter anderem von der Initiative Politik zum Anfassen e.V. bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützt werden. So können jugendliche Sichtweisen einbezogen und das Interesse für Kommunalpolitik geweckt werden.
Aktuell sucht das engagierte Projekt zehn möglichst unterschiedliche Kommunen aus ganz Deutschland, die Lust haben, diesen Prozess gemeinsam zu begleiten.

„Umweltlifeguide – Nachhaltig leben und wohnen in München“

VERÖFFENTLICHUNG | Umweltreferat Studierendenvertretung LMU, Studentische Vertretung Technische Universität München, Referat für Umwelt.

Der „Umweltlifeguide“ soll besonders Studentinnen und Studenten aber auch allen anderen Münchnerinnen und Münchnern helfen, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu leben. In verschiedenen Kapiteln wie „Ernährung“, „Energie“ oder „Konsum“ geben die Autoren einfach umsetzbare Tipps, wie man sein Leben in den unterschiedlichen Bereichen umgestalten kann. Dazu gibt es Rezepte, Ausflugsideen und Upcycling-Anleitungen. Der Fokus liegt vor allem auf der Region München und ihren Läden und Initiativen, die das nachhaltige Leben vor Ort erleichtern.
Zum kostenfreien Download (ab Montag, 16. November) geht es hier.

Deutscher Umweltpreis

Bild: DBU

PREISVERLEIHUNG | Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die Auszeichnung in Höhe von 500.000 Euro, die zu den höchstdotierten Umweltpreisen in Europa zählt, ging zu gleichen Teilen an den Klima-Ökonom Prof. Dr. Ottmar Edenhofer sowie an die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann als Geschäftsführende der Blechwarenfabrik Limburg. Einen mit 10.000 Euro dotierten DBU-Ehrenpreis erhielt der Insektenforscher Dr. Martin Sorg. Ort der 28. DBU-Umweltpreisverleihung war das Hannover Congress Centrum (HCC). Allerdings fand der Festakt aufgrund der Coronapandemie diesmal nur mit wenigen Ehrengästen – darunter dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay – und ansonsten ohne Publikum statt.

Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums

Bild: Versicherungskammer Stiftung
INFORMATION | Service & Kompetenzzentrum kommunaler Klimaschutz, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Das Bundesumweltministerium (BMU) bezuschusst über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) sogenannte Energiesparmodelle. Im Rahmen der Projekte lernen Kinder bereits in Kita oder Schule mehr darüber, wie sie weniger Energie und Wasser verbrauchen und so das Klima schonen können.
Für Fragen rund um die Fördermöglichkeiten der Kommunalrichtlinie und anderer Programme im kommunalen Klimaschutz steht das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) zur Seite. Telefon:  030 / 39 00 1-17 0. Email skkk@klimaschutz.de