BenE München e.V. Ticker

Ausgabe 14, KW 30, 29. Juli 2021

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

Die Uhr tickt. Und wie bedrohlich die Zeit voranschreitet, zeigt ein weiteres Mal der Erdüberlastungstag. In diesem Jahr fällt auf den heutigen 29. Juli. Damit sind die nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde fast so früh im Jahr verbraucht wie 2019. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte sich der Erdüberlastungstag 2020 um mehr als drei Wochen nach hinten verschoben. Doch nun geschieht der befürchtete Rebound-Effekt, das sprunghafte Wiederansteigen der Emissionen nach dem Höhepunkt der Pandemie. Weiterhin negativ auf das diesjährige Datum hat sich ausgewirkt, dass sich der globale CO2-Fußabdruck im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent vergrößert hat. Außerdem verursachte die zunehmende Rodung im Amazonasgebiet einen Rückgang der weltweiten Biokapazität der Wälder um 0,5 Prozent.
Zum Erdüberlastungstag hat Brot für die Welt gemeinsam mit Germanwatch e.V. den Handabdruck-Test veröffentlicht. Das Tool zeigt Hebel für den Wandel auf, schlägt konkrete Aktionen vor und gibt strategische Tipps für das persönliche Engagement. 

Ihr BenE-München-Team

Transformation braucht Methode: Navigieren + Wahrnehmen + Vermitteln

FILM | BenE München e.V.

Die Sustainable Development Goals (Nachhaltigkeitsziele), kurz SDGs, wurden im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen, um die Welt auf den Weg in eine bessere Zukunft zu führen. Insgesamt gibt es 17 Nachhaltigkeitsziele, die eine Transformation der wirtschaftlichen, finanziellen sowie politischen Systeme unserer gegenwärtigen Gesellschaft erfordern, um die Menschenrechte aller Menschen zu garantieren. Bisher reichen aber die weltweiten Anstrengungen nicht aus, um die notwendige Transformation herbeizuführen. In diesem Film erfahren Sie mehr darüber, wie eine ganzheitliche Transformation innerhalb Ihrer Kommune gelingen kann, ganz im Sinne unseres Mottos „Global denken, lokal handeln“.

Tage der Bildungsalternativen – bildung.anders.machen

INFORMATION | Bewerbung bis Samstag, 31. Juli | bildung.anders.machen

Die Tage der Bildungsalternativen finden vom 14. bis 16 Oktober in München statt. Eine der entscheidenden Fragen der Veranstaltungsreiche ist: Wie soll die Bildung der Zukunft aussehen? Eine Gruppe von Initiativen und Einzelpersonen, die haupt- oder ehrenamtlich im Münchner Bildungsbereich arbeiten, möchte darauf Antworten finden. Die eigene Teilnahme an dem Event ist weiterhin möglich. Bis Samstag, 31. Juli, können Aktive ihre Beiträge einreichen. 
„Mit den Tagen der Bildungsalternativen wollen wir einen Diskussionsprozess und die Vernetzung zwischen verschiedenen Bildungsakteur*innen anregen, konkrete Alternativen aufzeigen und diese öffentlich wirksam auch an die Entscheider*innen kommunizieren“, erklärt Asya Unger aus dem Organisationskreis von Bildung.anders.machen. das Ziel der Veranstaltung.

Fach- und Netzwerktagung zum Deutsch-chinesischen Schulaustausch

TAGUNG | Anmeldung bis Freitag, 20. August | Bildungsnetzwerk China, Pädagogischer Austauschdienst

Vom 22. bis zum 24. November findet die diesjährige Netzwerktagung „Deutsch-chinesischer Schulaustausch“ in Berlin statt. Sie ist mit dem Bildungsnetzwerk China als Präsenzveranstaltung geplant. Die dreitägige Fachtagung richtet sich an Lehrkräfte aller weiterführenden Schulformen, die eine deutsch-chinesische Schulpartnerschaft betreuen. Ziel ist, über die Förderung von Austausch und von themenbezogener Projektarbeit zwischen deutschen und chinesischen Partnerschulen die internationale Verständigung nachhaltig mitzugestalten. Nach fast zwei Jahren Pandemie soll die Netzwerktagung Impulse für eine Neuaufnahme der persönlichen Austauschbegegnungen setzen. Zur Anmeldung geht es hier.

Heizungserneuerung: Wie packt man’s richtig an?

VORTRAG (online) | Dienstag, 3. August | 12 – 13.30 Uhr | Verbraucherzentrale Bayern e.V.

Was ist zu beachten, welche Alternativen zur Ölheizung kommen infrage, wie viel Energie lässt sich sparen und wo gibt es Fördermittel? Bei der Suche nach der passenden Heiztechnik für Ihr Haus bieten sich vielfältige Lösungen, immer mehr auch in Kombination mit Solarenergie. Auch andere innovative Lösungen sind inzwischen ausgereift und erfreuen sich zudem hoher Zuschüsse durch Förderprogramme des Bundes. Der Vortrag von Gisela Kienzle, Dipl.-Ing. (FH), Architektin, Energieberaterin für die Verbraucherzentrale Bayern e.V. und Sigrid Goldbrunner, Regionalmanagerin, Verbraucherzentrale Bayern e.V., richtet sich vor allem an Hauseigentümer. Zur Anmeldung geht es hier.

Verantwortung und Governance in ländlichen Räumen

FACHTAGUNG | Mittwoch bis Freitag, 1. – 3. September | Schlossstraße 2 + 4, Tutzing | Evangelische Akademie Tutzing

Referierende wie Dr. Zora Becker, M.Sc., Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung, baron mobility service gmbh, Bremen, oder Dr. Anne Ritzinger, Dipl.-Geographin, Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung, Bereich Zentrale Aufgaben (BZA), München, berichten unter anderem darüber, wie Bürger*innen unter dem Begriff „Selbstresponsibilisierung“ eigenständig frühere Aufgabenbereiche öffentlicher oder privater Träger übernehmen. Dabei entstünden „Verantwortungsräume“ für die Zivilgesellschaft, wie es heißt, während gleichzeitig auf kommunaler Ebene entsprechende „Ermöglichungsräume“ vorgehalten werden.
Zur Anmeldung bis Mittwoch, 18. August, geht es hier. Preise pro Person ab 30 Euro.

Extremwetterereignisse als Folgen des Klimawandels – Handlungsoptionen für Kommunen

WORKSHOP (virtuell) | Donnerstag, 9. September | 9.30 – 12.20 Uhr | SKEW – Servicestelle Kommunen in der Einen Welt

Der Klimawandel und die Bedrohungen, die von ihm ausgehen, sind auch in Deutschland angekommen. Die verheerenden Überschwemmungen vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben das unlängst auf erschütternde Weise unter Beweis gestellt. Infolge dessen sind die Kommunen nun endgültig dazu aufgefordert, sich verstärkt mit der so wichtigen Klimaanpassung zu beschäftigen. Die Referentin Anne Roth vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) weiß von ihren Erfahrungen zu berichten. Sie stellt die Ergebnisse der Untersuchung des difu zu kommunalen Klimapanpassungen vor. Zur Anmeldung bis Montag, 30. August geht es hier.

Klimawandel: Ein Blick auf sozial-ökonomische Ungleichheiten, Macht und transformative Lösungsansätze

WORKSHOP | Samstag, 18. September | 10 – 15.30 Uhr | ebasa e. V.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Pädagog*innen und Lehramtsstudierende, aber auch Multiplikator*innen, Trainer*innen, politisch Aktive sowie Mitarbeiter*innen von NGOs. Infrage steht, wie die Klimakrise beispielsweise durch eine tiefgreifende Transformation überwunden werden kann. Im Mittelpunkt steht, wie vermeintliche Gegensätze wie sozialökologisch vs. technologisch, Grünes Wachstum vs. Degrowth, Effizienz und Konsistenz vs. Suffizienz, selbstorganisiert vs. staatlich oder Revolution vs. Reform doch miteinander verbunden werden könnten. Zur Anmeldung geht es hier. Teilnahmebeitrag: 10 Euro.

Neue Mediathek im BNE-Portal

INFORMATION |Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die neue Mediathek des BNE-Portals bietet eine Vielzahl an Videos und Podcasts rund um das so wichtige Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Neben Eindrücken und Grußworten von Konferenzen und Tagungen kommen auch BNE-Akteur*innen zu Wort. Sie berichten unter anderem über Umsetzungsbeispiele aus der Praxis. Derzeit in der Mediathek hinterlegt sind beispielsweise Beiträge über die „UNESCO-Konferenz 2021“, „Das UNESCO-Programm in Deutschland“ oder „Digitalisierung und BNE“.

München schnürt Klimapaket – deutschlandweit einzigartig

INFORMATION | Landeshauptstadt München

Die Landeshauptstadt München intensiviert ihre Anstrengungen beim Klimaschutz. Bis Ende 2026 wird die Stadt zusätzlich 500 Millionen Euro in Maßnahmen investieren, die zur Regulierung des Stadtklimas, zum Schutz vor Extremwetterereignissen und zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen. Die Mittel dafür sollen in das neue Klimabudget eingestellt werden, welches dem Stadtrat Ende Juli zur Entscheidung vorgelegt wird. Darüber hinaus schafft München als erste deutsche Kommune mit einem kommunalen „Klimagesetz“ (Klimasatzung) einen verbindlichen Rahmen für ein klimafreundliches Handeln der Landeshauptstadt. Mit der Einrichtung eines Klimarats wird die Zivilgesellschaft als kritisch-konstruktiver Begleiter der Münchner Klimastrategie eng eingebunden. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Bündnis 90/Die Grünen) sagt dazu: „Mit dem Klimapaket setzt München deutschlandweit neue Maßstäbe beim Kampf gegen den Klimawandel. Dazu zählt der Ausbau der Geothermie, die energetische Gebäudesanierung, die Verkehrswende und die Begrünung von Fassaden und Dächern. Es ist außerdem dringend nötig, München zu wappnen und resilient zu machen gegen die Auswirkungen des Klimawandels.“

Zero Waste Guide „Mia san müllfrei!“

Bild: rehab republic

HANDBUCH | rehab republic, Ökos e.V.

München will Zero Waste City werden! Das sollte doch gelingen: mit sehr viel Willen und den richtigen Tipps. Der Guide zeigt, wie Interessierte die Stadt auf dem Weg hin zur müllfreieren Zero Waste City begleiten und tatkräftig unterstützen können. Das erst im Juni veröffentlichte Büchlein ist Ratgeber, Gutscheinbuch und Stadtführer in einem. Es liegt aus unter anderem in den Münchner Stadtbibliotheken, in der Stadtinfo im Rathaus oder in allen Unverpackt-Läden.

BMBF investiert in Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen

INFORMATION | Bundesministerium für Bildung und Forschung

Mit der Förderbekanntmachung „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ führt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Initiative „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative“ (SISI) fort. Das BMBF beabsichtigt ab 2022 neue Forschungsverbünde zu fördern, um Nachhaltigkeit breit, umfassend und effektiv in der deutschen Hochschullandschaft zu verankern. Hochschulen sind aufgerufen, zu frei wählbaren Themen im Bereich Nachhaltigkeit Konsortien aus mehreren Hochschulen zu bilden. Besonders hervorzuheben ist, dass wissenschaftliche Partner und Praxispartner innerhalb der Hochschulen, etwa aus Lehre, Forschung und Verwaltung sowie Studierende, mit einbezogen werden sollen und so einen transdisziplinären Ansatz verfolgen.

Haus der Schüler*innen eröffnet

INFORMATION | Landeshauptstadt München

„Für mich hat die Schüler*innenvertretung eine ganz wichtige Rolle innerhalb der Schule. Sie vertritt die Anliegen der Schülerinnen und Schüler. Ich freue mich über das Engagement der jungen Menschen, die hier künftig planen, diskutieren und arbeiten werden und wünsche ihnen viel Erfolg.“ Das sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) jüngst zur Eröffnung des Münchner Hauses der Schüler*innen (MHDS). Das MHDS soll künftig allen Münchner Schüler*innen offen stehen – von der Grundschule bis zur beruflichen Schule, sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppenarbeit. Die Miete für die Räumlichkeiten im Gebäude an der Brienner Straße 59 bezahlt die Stadt. Sie hat auch die Ausstattung der Räume mit Möbeln und IT finanziert.

Bayerischer Landschaftsarchitekturpreis für Bürgerpark Kennedywiese Puchheim

Bild: bauchplan

INFORMATION | bauchplan ).( 

Sie war einmal die Müllkippe Münchens. Nunmehr ist der Bürgerpark Kennedywiese im Puchheimer Stadtteil Planie mit dem Bayerischen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet worden. So begründete die Jury ihre Entscheidung: „Wer denkt sich so etwas aus und realisiert es zusammen mit den Bewohner*innen auf einer Wiese über einer ehemaligen Mülldeponie – zwischen Friedhof, Bahngleisen und vielgeschossigem Wohnungsbau in einer Kleinstadt im Speckgürtel Münchens?“ So etwas macht seit vielen Jahren erfolgreich das Team von bauchplan (Landschaftsarchitekten und Stadtplaner). Sie sind bei den Prozessen, die sie anstoßen und den Lösungen, die sie realisieren, überzeugt davon: „Niemand kann die Frage nach den richtigen Funktionen, Nutzungen und Gestaltungen besser beantworten, als die Nutzer*innen selbst“.

Hochschulpreis 2021 verliehen

RÜCKSCHAU | Evangelische Akademie Tutzing

Was versteht man unter Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen? Und was gilt es zu bedenken, um sie nicht nur her-, sondern auch sicherzustellen? Das waren die bedeutenden Fragen, zu der sich in der Online-Tagung “Gleichwertigkeit in Stadt und Land – eine Illusion?” Anfang Juni Expert*innen sowie zahlreiche Interessierte austauschten. Dabei wurde unter anderem deutlich, was junge Menschen am Leben in ländlichen Räumen schätzen und wo die versteckten Probleme in Städten liegen. Trotz einiger unterschiedlicher Meinungen: Toll ist, es gab einen Konsens: Alle Prozessbeteiligten streben eine nachhaltige Raumentwicklung an, in der jede politisch getroffene Maßnahme die Generation von morgen mit berücksichtigt.

DBUaktuell Umweltbildung

INFORMATION | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Wie lassen sich bestimmte Themen über soziale Medien in die Breite tragen? Was ist Service Learning? Wie können Schüler*innen die Wasserqualität analysieren? Ganz bestimmt: Das sind spannende und wirklich bedeutende Fragen. Antworten darauf gibt mitunter die neue Ausgabe von „DBUaktuell Umweltbildung“. Zum Abonnement geht es hier.