Austauschprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Digitaler Projektaustausch zwischen deutschen und chinesischen Schulen. Das Programm richtet sich an alle Schularten, 4-11 Klasse.

Der Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wurde auf der UN-Umweltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 geprägt und meint eine Bildung, die Menschen befähigt, die Zukunft in einer globalisierten Welt aktiv, eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst zu gestalten. Dabei geht es insbesondere darum, die drei Dimensionen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in ihrer Komplexität und gegenseitigen Abhängigkeit deutlich zu machen. Im Zentrum stehen dabei die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der UN.

Hintergrund

Die Hanns-Seidel-Stiftung und das Lehrerfortbildungszentrum der Provinz Zhejiang fördern gemeinsam den deutsch-chinesischen Austausch zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) an Grund und Mittelschulen.

Gegenstand/Thema des Austauschs

Der Austausch dreht sich um praktische Projekte innerhalb oder außerhalb des regulären Unterrichts, die sich mit verschiedenen Themen rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele befassen. Das erste Schulpaar, dass an dem Austausch teilnimmt, befasst sich beispielsweise mit dem Thema Wasser: Schüler nehmen Wasserproben an lokalen Gewässern in Deutschland und China, analysieren diese und reflektieren die Ergebnisse in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutzfragen (Nachhaltigkeitsziele 13 und 14).

Ein Beispiel für Nachhaltigkeitsziel Nr. 10, also weniger Ungleichheit durch Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist: Eine Grundschule (bis 6. Klasse) in Hangzhou thematisiert die Perspektive von Blinden in der Gesellschaft: Die Kinder verbinden sich die Augen und entwickeln ein Gefühl dafür, welchen Schwierigkeiten blinde Menschen im Alltag ausgesetzt sind. So wird Empathie und die gemeinsame Suche nach Lösungsansätzen gefördert. Auch hier ist natürlich ein Vergleich im Umgang mit Blinden in unterschiedlichen Regionen (China/Deutschland) interessant.

Bei der Themenauswahl sind den teilnehmenden Schulen im Rahmen der 17 Nachhaltigkeitsziele kaum Grenzen gesetzt. Zentral ist der pädagogische Ansatz einer BNE, der Kinder zu einem zukunftsfähigen Handeln befähigt. Wir forschen gemeinsam und wollen die Erkenntnisse vergleichen – damit folgen wir dem Ansatz von Flächenprojekten (Citizen Science). Bei unserer Zusammenarbeit werden u.a. Voraussetzungen, Anforderungen und Methoden abgeglichen.

Format des Austauschs:

Vorerst Online: Pandemiebedingt muss der Austausch vorerst online stattfinden. Nach Aufhebung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen sind auch Präsenzbesuche im jeweils anderen Land erwünscht. Mittel für einen späteren Austausch in Präsenz können in Abstimmung mit dem BeNE München gesondert beantragt werden.


Videokonferenzen mit bebilderten PPT-Präsentationen und kurzen Videos sind ein Medium, über das sich die Schülerinnen und Schüler relativ unkompliziert gegenseitig ihre Projekte vorstellen können.
Weitere Formen des virtuellen Austauschs werden im Rahmen der Veranstaltung vom Pädagogischen Austauchdienst vorgestellt.


Kooperationspartner*innen des deutsch-chinesischen Projektaustauschs

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